Kunqu Oper
Am 18. Mai 2001 wurde die traditionelle chinesische Kunqu Oper von der UNESCO in die Liste der „Meisterwerke des oralen und immateriellen Erbes der Menschheit“ aufgenommen. Die Kunqu Oper ist eine der ältesten Formen der chinesischen Oper und ist tief in der chinesischen Kultur verwurzelt. Die Kunqu Oper war und ist jedoch mehr als eine Regionaloper unter vielen. Sie steht für viel mehr als bloß ihre Ursprungsregion, sie ist in ganz China verbreitet und sehr populär. Die Kunqu Oper wird auch Mutter der hundert Opern genannt, praktisch alle modernen Opern in China sind durch sie beeinflusst, sei es der Jingju, der Shaoxing Oper, oder der Hunan Oper.
Am 23. und 24. November 2011 hatte das Wiener Publikum erneut die Möglichkeit Kunqu Aufführungen genießen können. Gleich an zwei Abenden trat im Festsaal der Österreichischen Akademie der Wissenschaften die weltberühmte Nördliche Kunqu Operntruppe aus Beijing auf. Die Schauspieler und Musiker Truppe führte zwei der berühmtesten Kunqu Opern auf, „Lankeshan“, oder „Lanke Berg“ und „Dou E Yuan“, oder „Justizirrtum an Dou E – Ein Kriminalfall mit Geistererscheinung“. Die bis in die Yuan Dynastie zurückzuführenden Stücke sind in Momenten lustig, in anderen Momenten dramatisch, aber immer von höchster poetischer Qualität. Die Stücke werden strikt nach den vier Tönen, Rhythmus und Takt dargeboten, während die begleitende Musik in der Kunqu Oper durch den Tonfall der Schriftzeichen bestimmt wird, deren Dichtung wiederum strengen Regeln untersteht.
Wir freuen uns schon auf die baldige Rückkehr der Nördlichen Kunqu Operntruppe nächstes Jahr!




