Freundschaftskonzert
Die Innere Mongolei ist der Ursprung der Steppenkultur und der nomadischen Zivilisation. Ihre Naturverbundenheit, wie auch deren Respekt gegenüber ihrer Umwelt, spiegelt sich im kulturellen Leben des Volkes wider. Charakteristisch für ihre Musik und Tänze sind lange leidenschaftliche Töne und lebensfrohe und rhythmische Bewegungen.
Am Abend des 13. Dezember 2011 präsentierte die Klavier Galerie zusammen mit dem Konfuzius-Institut an der Universität Wien ein Freundschaftskonzert der Steppen-Künstlertruppe aus der Inneren Mongolei mit „JAM“ – Conservatory for Jazz and Popular Music Vienna.
Zum Auftakt des Abends präsentierten die Studenten von JAM ihr Können. Zu den jazzigen und Wiener Liedern wurde nicht nur zu den herkömmlichen Instrumenten gegriffen, sondern eine mongolische Pferdekopfgeige wurde zusätzlich integriert. Dies verlieh dem Ganzen einen Hauch der weiten Steppe ein.
Anschließend wurden die Impressionen durch Tänze und Gesänge vom Wulan Muqi Ensemble verstärkt.
Das „Wulan Muqi Ensemble“ aus dem Ujimqin Xilin Gol Grünland wurde in den 50er Jahren gegründet und bereist seitdem die Steppen Chinas. Die Mitglieder stammen vor allem aus Bauern- und Hirtenfamilien. Ihr Engagement für die Musik und Kunst zeigt sich unter anderem darin, dass sie jährlich mehr als 200 Konzerte geben. Ihr Ziel die Kunst und die Freuden auch in den hintersten Winkeln der Steppe zu tragen, bringt große Beliebtheit bei den Hirten ein. Sie werden deswegen auch liebevoll als Steppenperle bezeichnet.
Das vielfältige und abwechslungsreiche Programm verzückte das Publikum. Langtongesänge und Humai, welche eine besondere Kunst ist zwei Töne gleichzeitig zu singen, faszinierten und verzauberten alle. Auch die Tanzeinlagen schienen das Leben des Volkes widerzuspiegeln. Denn die Tänzer schienen über die Steppe zu schweben und fliegen.
Zum Abschluss der musikalischen Darbietung wurde das Publikum vom Ensemble aufgefordert gemeinsam mit ihnen zu tanzen und somit in die Welt der Steppenkultur einzutauchen.
Der gelungene Abend wurde anschließend mit einer Vorführung „Traditionelle chinesische Nudelkunst“ vom Meister Chen, der den Teig durch Dehnen in hundert einzelnen Nudeln verwandelte, und einem Buffet genüsslich ausgeklungen.



