Konzert mit Li Fengyun und Wang Jianxin

In Kooperation mit dem Mozarthaus Vienna erklingt an diesem Abend chinesische Musik im Bösendorfer-Saal im Mozarthaus Vienna. Die weit über die Grenzen Chinas bekannten Kunstschaffenden – die Musikerin Li Fengyun und der Musiker Wang Jianxin – entführen Sie in eine klanglich einzigartige Welt mit traditionell chinesischen Instrumenten wie der Pipa oder der Xiao, einer chinesischen Bambusflöte. Die Lieder erzählen Geschichten von antiken Ereignissen, beschreiben die Kraft des Wassers oder drücken Kummer, Einsamkeit aber auch Optimismus und Lebensfreude aus.

 

Freier Eintritt!

 

– Ticketreservierung unter ticket(at)mozarthausvienna.at oder +43-1-5121791-30 erforderlich!

 

 

 

Zeit: 11.09.2017, 19:30 – 21:00 Uhr

 

 

 

Ort: Mozarthaus Vienna, Domgasse 5, 1010 Wien

 

 

Veranstalter:

 

Konfuzius-Institut an der Universität Wien

 

Mozarthaus Vienna

 

 

 

 

Programm

Interpreten: Li Fengyun und Wang Jianxin

Auf chinesischen Instrumenten

 

1.     Pipa Solo, Shi Mian Mai Fu (Hinterhalt aus allen Richtungen)

Antike Musik. Es gibt Aufzeichnungen über dieses Stück, dass eine Geschichte aus dem Krieg zwischen den Reichen Chu und Han (ca. 206 v.Chr) erzählt. Das Stück veranschaulicht, wie die Pipa verwendet werden kann um antike Schlachten darzustellen. Ungleich den anderen Stücken unterstreicht dieses den Ruhm des Siegers.

 

2.     Duett Pipa und Xiao, Xi Yang Xiao Gu (Eine Bambusquerflöte und eine Trommel spielen bei Sonnenuntergang)

Dieses Stück ist auch unter dem Namen „Moonlit River in Spring“ (Mondbeschienener Fluß im Frühling) bekannt. Seine sanften und einfachen Melodien, weichen und unterschiedlichen Rhythmen zeichnen das Bild eines Gewässers im Frühlingsmondenschein. Dieses ist die typische Darstellung der Flüsse und Seen südlich des Yangtze, wie sie auch in vielen bildnerischen Darstellungen aufgegriffen wird.

 

3.     Di Solo, Gu Su Xing (Reise in eine antike Stadt)

Komponiert von Jiang Xianwei. Das Stück fängt die atemberaubende Landschaft von Suzhou mit starken regionalen Charakteristika ein. Es beschreibt die Stadt im frühen Morgennebel und trägt das Publikum zu den eleganten und prachtvollen Gärten mit ihren gewundenen Pfaden und versteckten Alkoven. Die Ursprünge dieses Stückes liegen in der südchinesischen Kunqu Oper.

 

4.     Qin Solo, Liu Shui (Fließendes Wasser)

Antike Musik. Das Stück gleicht einem traditionellen chinesischen Gemälde. Diese Version wurde vom Meister der Sichuan Schule Zhang Kongshan (mitte des 19. Jahrhunderts) mit 72 „Gun Fu“ entwickelt. Gun Fu sind Techniken des Qin Spielens. Als „Gun“ bezeichnet man das Spielen mehrerer Saiten von hohen zu niedrigen Tönen, und „Fu“ bezeichnet mehrere Saiten von niedrigen zu hohen Tönen zu spielen. Das Stück nutzt 72 dieser „Gun Fu“ um die Kraft des strömenden Wassers zu beschreiben.

 

5.     Qin und Xiao Duett, Yi Zhen (Die eigene Gesundheit bewahren)

Ausgewählt aus dem „Mysteriösen Codex“ der von Zhu Quan in der Ming Dynastie (1425) zusammengestellt wurde. In der Geschichte der Qin wird angedeutet, dass das Stück „Die eigene Gesundheit bewahren“ von Dong Tinglan aus der Tang Dynastie komponiert wurde. Die einfache Botschaft des Stücks ist die Reduktion der eigenen Gelüste und die Reinheit und Nüchternheit der eigenen Seele zu bewahren, was zur Bewahrung der Gesundheit führen soll.

 

6.     Xun Solo, Chu Ge (Lieder von Chu)

Antike Musik. Es gibt Aufzeichnungen über dieses Stück, dass eine Geschichte aus dem Krieg zwischen den Reichen Chu und Han (ca. 206 v.Chr) erzählt. Dieses Stück spiegelt die Trauer der besiegten Truppen wieder.

 

7.      Qin Solo, Guangling San

Ausgewählt aus dem „Mysteriösen Codex“. Es gab Dokumente zu diesem Stück, die aus der späten Han Dynastie (206 v.Chr. – 220 A.D.) stammen und die Geschichte des Attentats von Nie Zheng gegen den Han König erzählen. Während der Zeit der Drei Reiche war Ji Kang dafür berühmt dieses Stück zu spielen. Das Hauptthema des Stücks ist dem Tod kühn ins Auge zu blicken.

 

8.     Qin und Xiao Duett, Ein zarter Duft

Von Jiang Baishi in der Song Dynastie komponiert. Das Originalstück war als Meditation über die Vergangenheit durch Darstellung einer Pflaumenblüte konzipiert. Das Gedicht heißt: „Selten ist es, dass eine Blume neben dem Bambus erblüht und ihr süßer Duft unsere Plätze erreich.“

 

9.     Duett mit Qin und Xiao, Yangguan San Die (Abschied am Yangguan Tor)

Ausgewählt aus dem Qin Xue Ru Men Codex (1864). Das Stück ist inspiriert durch das berühmte Gedicht des Tang Poeten und Musikers Wang Wie. Das zentrale Motiv beschreibt die Abreise, so klagt der Dichter darüber, dass während des Lebens, man öfter Abschied nimmt, als man sich trifft. Wenn es Zeit zum Abschied nehmen ist, hielten Freunde Wein in den Händen und sängen drei Mal das Lied des Yang Passes bevor ein Freund gen Westen verabschiedet würde. Das Lied drückt Kummer, Einsamkeit und tiefe Trauer aus, da man einander vielleicht nie wiedersähe.

 

10.  Di Solo, Haiqing Ge (Ein Lied von Seevögeln)

Ursprünglich ein beliebtes Stück in Nordchina, drückt die süße und lebensfrohe Melodie Tatendrang und Optimismus aus. Das Stück gliedert sich in drei Teile, wovon jeder sich in Bezug auf Rhythmus, Tempo, Dynamik und Darbietungstechnik unterscheidet um Abwechslung zu bieten und das Thema zu entwickeln. Das Stück hat eine stark regionale Färbung.

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